Machen Sie sich ein Licht zum 3. Advent!

Dieser Sonntag, 13.12.2020, ist als 2. Sonntag im Dezember ein weltweiter Gedenktag für verstorbene Kinder. Mit einer Kerze um 19 Uhr reist ihr Licht und die Liebe, für die sie stehen, durch alle Zeitzonen.

Wir haben so vieles selbst in der Hand, und so vieles dann auch wieder nicht. Bestimmt nicht das Mysterium von Leben und Tod. Aber auch hier können wir als Menschen viel für uns selbst und füreinander tun (s. vorhergehende Beiträge). Denn es kommt darauf an, wie* wir solchen Situationen oder Betroffenen begegnen.

 

“Lieben ohne Angst

Wir werden immer immer traurig sein, IMMER! Aber bitte: Lass uns nicht immer immer immer unglücklich sein. Das dürfen wir nicht.” Das habe ich zu meinem Mann gesagt, ich glaube, ungefähr zwei Stunden nachdem unser kleiner Sohn gestorben ist. […] Die Glut bleibt, egal was passiert. Man muss nur Weiteratmen. Lieben. Ohne Angst. Es ist anstrengend, sie anzupusten, damit sie funkt und vielleicht irgendwann wieder brennt, aber man kann es schaffen. So ist das.

Melanie Garanin (“Der andere Advent 2016”)

 

*Vielleicht eine ungewöhnliche Anwendung für Coaching, aber wenn es von Herzen kommen kann, nicht ein Befehl vom Kopf gegen die eigenen Emotionen, kann der Fokus auf das Tragende in der Situation viel Kraft geben. Egal, ob es von innen oder von außen kommt. Vielleicht ist es die tröstende Partnerin, vielleicht das Betrachten als Lebensaufgabe, vielleicht ein religiöser Glaube, vielleicht das Zurechtrücken von Prioritäten, vielleicht das Erkunden von Gefühlen, das bewusste Zulassen von Schwäche. Und wenn Sie AngehörigeR sind, wertschätzen Sie Ihren Beitrag durch Ihr “einfaches Begleiten”. Das geduldige Da-Sein für Betroffene ist so wärmend und heilend!

Love without fear

“We will always, always be sad, ALWAYS! But please: Let us not always, always, always be unhappy. We are not allowed to be that.” This is what I told my husband, I think it was two hours after our little son had died. […] The glowing ambers remain, no matter what. You only have to keep breathing. Loving. Without fear. It’s exhausting, to blow into those ambers so they start to spark and maybe, someday, burn again, but you can achieve it. That’s how it is.

Melanie Garanin (stories in “Der andere Advent 2016”)

 

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